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Motiviert, aber enttäuscht

Oberursel. Was die Motivation und das Engagement der Mitglieder betrifft, so sieht Susanne Maiwald, Vorsitzende des Kindertagespflegevereins Mobilé, optimistisch in die Zukunft. „Wir sind ein flexibles, gut ausgebildetes, hoch motiviertes Team mit Herz und machen unsere Arbeit als Tagesmütter gerne“, sagt die zweifache Mutter, die selbst fünf Pflegekinder betreut.

„Wir suchen allerdings dringend zusätzliche Mitarbeiter, die als Tagesmütter oder -väter mit uns arbeiten wollen“, so Maiwald. „Bei uns werden Interessierte ausgebildet und bekommen eine so genannte Pflegeerlaubnis, die sogar vom Jugendamt bestätigt wird.“Das Zuhause einer jeden Tagesmutter werde geprüft. „Und sie muss einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder ablegen“, berichtet Maiwald. Gerade deshalb sei sie enttäuscht, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt anscheinend nicht zu Stand komme, so die Vorsitzende.

Wie berichtet, überlegt die Stadt, vier Tagesmütter einzustellen und damit 20 Betreungsplätze für Kinder unter drei Jahren zu schaffen. Das Projekt trägt den Titel „Selbstständig, aber nicht allein“. Die Tagesmütter müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, etwa eine Ausbildung als Erzieherin haben und im Besitz einer Tagespflegeerlaubnis sein.

Gerne hätte Maiwald Mitarbeiterinnen von Mobilé dafür zur Verfügung gestellt, jedoch sei man sich über die Bedingungen nicht einig geworden. „Wir kooperieren gerne, aber bitte auf Augenhöhe“, sagt Maiwald.Vergangenes Jahr habe Mobilé zudem eine Unterstützung der Stadt in Höhe von 4000 Euro erhalten; für dieses Jahr sehe es schlecht aus, so die besorgte Chefin des Vereins.

„Wir lehnen eine Zusammenarbeit mit Mobilé nicht ab, müssen aber auch den zweiten Tagesmütterverein in Oberursel berücksichtigen“, hebt Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP), zuständig für den Kindertagesstätten-Entwicklungsplan, hervor. „Außerdem wollen wir gerne selbst die Entscheidung treffen, welche Tagesmütter von der Stadt angestellt werden.“ Ziel sei es, die Kleinkinderbetreuung in Oberursel zu verbessern, aber auch auf Qualität zu achten, so Rosentreter.

Die endgültige Entscheidung über das Projekt „Selbstständig, aber nicht allein“ falle frühestens in den Monaten Juni oder Juli, prognostiziert der Erste Stadtrat. Und was das Geld betreffe, so gebe es auch in diesem Jahr eine Unterstützung für beide Tagemüttervereine, aber weniger als zuvor.

Der Verein Mobilé konzentriert sich aber nicht nur auf die mögliche Zusammenarbeit mit der Stadt. Die Räume des Vereins in der Strackgasse sind vormittags zu mieten, für einen Pekipkurs, Babymassage oder Ähnliches. „Außerdem haben wir überlegt, eine Kinderbetreuung in der Adventszeit anzubieten, und zwar samstags während der Oberurseler Geschäftszeiten, damit Mami und Papi in Ruhe Weihnachtsgeschenke einkaufen können“, so Maiwald. Auch beim Brunnenfest sei der Verein mit einem Stand vertreten, und es würden Babybasare jeden ersten Samstag im Monat in den Räumen der Strackgasse organisiert, bemerkt die stellvertretende Vorsitzende Haike Kasemeier. (rosa)

Wer als Tagemutter arbeiten möchte oder eine Betreuung für seine Kinder sucht, erhält Informationen bei Haike Kasemeier, Telefonnummer (0 61 71) 88 33 22, E-Mail-Adresse info@kindertagespflege-mobilé.de. Auskünfte erteilt auch Susanne Maiwald unter der Rufnummer (0 61 71) 2 48 73.
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