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Hexe Kunibert bedrohte Oberursel

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Für die Kinderrallye hatte sich der Verein Kaleidoskop einiges ausgedacht. An der Station neben der Bäckerei Ruppel durften sich die Kinder unheimliche Papierketten basteln. Mit großem Eifer waren sie bei der Sache und brachten richtig kleine Kunstwerke zum Vorschein. (Foto: Groß)
Oberursel Schreckgespenster, Geister und Hexen tummelten sich am vergangenen Samstag in den schummrigen Straßen Oberursels und trieben ihr düsteres Spiel mit den Menschen. Diese schaurig-schöne Invasion ließ nur einen Schluss zu: „Oherursel spuuukt“.

Zum fünften Mal veranstaltete das Citymanagement Oberursel mit Unterstützung des fokus O. zu Halloween das Fest in der Innenstadt. Im Rahmen dieses kleinen Jubiläums wurden viele gruseligen Attraktionen für Kinder und Erwachsene geboten. Zahlreiche Besucher stürmten in die in gespenstisches Licht getauchten Straßen und ließen sich nur allzu gerne erschrecken. Selbst vereinzelte Regenschauer hielten die Menschen nicht von dem gruseligen Treiben ab.

In der Strackgasse war der Quell allen Übels. Sie hatte sich in einen Friedhof* der besonderen Art verwandelt. Alle Bösewichte wie Freddy Krüger und Graf Dracula hatten hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Im Macondo-Zelt, das vor dem gleichnamigen Café von Stefano Scarlatti aufgebaut war, las Elke Seemann Kindern Gruselgeschichten vor. Wie auch schon in den Jahren zuvor hatte Dieter Fraatz, Inhaber des Fotogeschäftes „Classic Cameras“, 15 große Kürbisse vor seinem Geschäft gestapelt, die auch eiligst ihren Weg in Kinderhände gefunden hatten. Gruselige Fratzen entstanden und wem es bei der Arbeit an den Kürbissen zu kalt wurde, durfte sich im Geschäft einen heißen Kakao abholen. Eine süße und klebrige Sauerei veranstalteten die Halloween-Besucher in den Kunibert das beschauliche Brunnenstädtchen am Urselbach und versuchte die Schatten der Menschen zu stehlen. Bei der Kinderrallye des Vereins Kaleidoskop waren alle Kinder aufgerufen, den Zauberer Merlin zu unterstützen, die böse Schattenhexe aus Oberursel zu vertreiben. An neun Stationen mussten knifflige Aufgaben gelöst oder hilfreiche Gegenstände zur Hexenjagd gebastelt werden. Bei der „i-Punkt Ideenwerkstatt“ in der Unteren Hainstraße fand sich das „Verlies der verborgenen Schatten“. Hier galt es, möglichst viele Schatten zu finden. Für Susanne Hieronymi, eine der drei Geschäftsführerinnen der Ideenwerkstatt, ein unglaubliches Erlebnis. „Den ganzen Nachmittag kommen die Kinder zu uns und sind eifrig bei der Sache. Selbst die Erwachsenen suchen die verlorenen Schatten mit großer Begeisterung“, sagte Hieronymi. Die Idee mit den Schatten kam von der Ideenwerkstatt selbst und erwies sich als voller Erfolg.

Eine weitere Station fand sich beim First Reisebüro in der Kumeliusstraße. Beim Hör- und Riech-Memory mussten die Kinder verschiedene Düfte erraten. Darunter waren zum Beispiel Zimt, Curry oder Knoblauch. Neben der Bäckerei Ruppel in der Vorstadt durften Papierketten gebastelt werden, mit denen die Kinder vor der bösen Hexe Kunibert unsichtbar wurden. Viel Schönes ist den Organisatoren der Kinderrallye eingefallen und zahlreiche Kinder nahmen daran teil.

Es galt, möglichst viele Punkte zu sammeln, um am Ende gemeinsam mit Merlin einen sehr starken Zauberspruch aufzusagen. Die Rallye führte durch alle Einkaufsstraßen, verpassen konnte man also nichts. Viele Oberurseler Geschäfte hatten bis 20 Uhr geöffnet und boten viele gruselige Aktionen an. Im Modegeschäft Benetton gab es Erwachsenenschminken und in der Bäckerei Ruppel verwandelte sich die Auslage in gruselige Köstlichkeiten. Da gab es Bäckerfinger aus Marzipan oder Pestbeulen, sowie kleine leckere Törtchen aus Quark und Zuckerguss.

In dem ganzen Halloween-Getümmel waren .jedoch auch Gestalten unterwegs, die nicht so recht ins Gruselbild passten. Ein ganzer Trupp Kelten hatte sieh in Oberursel, eingefunden, um an die Wurzeln des Festes zu erinnern. Samhain, die Wintersonnenwende, ist ein traditionell keltisches Fest und passt daher sehr gut nach Oberursel, wo einst das keltische Heidetränkoppidum lag. Unter der Leitung von „Keltenharri“ versammelten sich so Anhänger des Avalonier-Klans. Die Druidin Morgana, die mit ihren Stamm durch die Straßen zog, bot den Besuchern kostenfrei ihr Runenorakel an.

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Spannende Feuerartistik zeigte das Duo „JoMaMaKü“ bei der großen Abschluss-Show, auf dem Epinayplatz. Viele Kinder, Eltern und Neugierige waren gekommen, um dieses Feuerspektakel zu selten. (Foto: Groß)


Zum Abschluss des Halloween-Spektakels versammelten sich alle Gruselfreunde auf dem Epinayplatz, um der großen Feuershow beizuwohnen. Zuvor mussten die Kinder aber noch gemeinsam mit dem Zauberer Merlin den Zauberspruch aufsagen. Unter den abgegebenen Laufzetteln aus der Kinderrallye wurden zehn Teilnehmer aufgerufen, die sich einen von zehn Preisen aussuchen durften.

Dann hieß es „Feuer frei“ für die große Abschluss-Show. Das Duo „JoMaMaKü“, welches schon beim Halloween-Fest 2002 für atemberaubende Feuerartistik sorgte, hatte auch dieses Jahr wieder eine tolle Show im Gepäck. Brennende Diabolos, Feuerjonglage und Feuerspucken sorgten für Erstaunen beim Publikum. In der turbulenten Show wurde das Publikum zum Mitmachen animiert und die Freiwilligen erlebten fantastische Tricks. Mit der Feuerskulptur endete ein schaurig-schöner Halloween-Abend.
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