Oberursel. Musik macht dem Publikum vor allem dann Spa, wenn die Akteure auf der Bhne mit Lust und Laune bei der Sache sind. Bei "Shebeen Connection" ist diese These Programm. Ihr Knnen und ihre Lockerheit stellten sie eindrucksvoll im Artcaf Macondo unter Beweis. "Irisch" war das Stichwort, mit dem in dem mediterranen Flair des Cafs eine ungewhnliche Dynamik einsetzte: Das Publikum ging von Beginn an mit und begleitete die vier Musiker mit Klatschen, Mitsingen und immer strkerem Applaus.
Ein Grund fr das Erdige und Ursprngliche der vorgetragenen Lieder ist die Tatsache, dass Alan Sherry, ein waschechter Ire aus Waterford, der sich bei uns niedergelassen hat und in Frankfurt demnchst ein Musikgeschft erffnet, seine charakteristische Stimme einsetzt. Dazu gesellt sich Rainer Tietze mit Gitarre, Mandoline und Gesang, der auch bei zweistimmigen Refrains hervorragend mit Sherry harmoniert.
Werner Liehn brigens gebrtiger Oberurseler setzte sein virtuoses Akkordeonspiel sehr effektvoll ein. Fr den satten und differenzierten Sound schlielich sorgt Thomas Schilling, der einzige der Gruppe, der mit Musik sein Geld verdient.
"From Bantry Bay", "Fiddlers Green", knackige Jigs und Reels (Instrumentalstcke) bis hin zu einer sozusagen irischen Interpretation des Metallica-Hits "Nothing Else Matters" und einfhlsamen keltischen Balladen es war ein mitreiender Abend, der die ganze Bandbreite irischer Musik aufleben lie: Frhlichkeit, Melancholie und ungestme Kraft gleichermaen. Das Knnen erklrt sich nicht zuletzt durch die vieljhrige Erfahrung aller "Shebeen"-Mitglieder in anderen Gruppen. "Weder haben wir ein festes Programm noch folgen wir einem straffen Tourmanagement", erklrte Tietze. "Wir haben uns gefunden, eben weil wir uns die zwanglose Freude an der Musik erhalten wollen", ergnzte Liehn. So kann es auch gut sein, dass sich weitere Musiker zu einer gemeinsamen Session treffen knnen.
"Repertoire und Konzertlnge hngen sehr von unserer eigenen Stimmung und der des Publikums ab." Im Macondo passten Stimmen, Instrumente und Arrangements wunderbar zusammen, das Publikum war begeistert. Im Macondo gibt es brigens jeden Freitag Live-Musik und es scheint nie langweilig zu werden, wie "Shebeen Connection" bewies.
